30. Januar 2009
Provisorischer Jahresabschluss 2008 liegt vor
Der provisorische (noch nicht revidierte) Jahresabschluss 2008 der Pensionskasse Basel-Stadt (PKBS) sieht einen Ausgabenüberschuss von rund CHF 1.3 Mia. vor. Das Vermögen beträgt per Ende 2008 CHF 8.2 Mia. Auf dem Gesamtvermögen wurde eine Performance von ca. -11% erzielt. Der Gesamt-Deckungsgrad beträgt rund 86%; der Deckungsgrad des Bereichs »Staat« beträgt rund 85%. Die gesamte Deckungslücke beträgt ca. CHF 1.3 Mia., wovon auf den Bereich »Staat« ca.
CHF 1.1 Mia. entfallen.
Das finanzielle Ergebnis widerspiegelt die Situation an den Anlagemärkten. Dabei haben sich die getroffenen Massnahmen zur Reduktion der Anlagerisiken sowie die konservative Umsetzung der Anlagestrategie bewährt. Dank äusserst sorgfältiger Auswahl der Vermögensverwalter, strikter Diversifikation und stetiger Überwachung war die PKBS zum Beispiel vom Kollaps von Finanzinstituten oder von Hedge Funds nicht betroffen. Die PKBS schneidet im Vergleich mit anderen institutionellen Anlegern denn auch gut ab (vgl. die bisher publizierten Auswertungen; z.B. Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index mit einer Jahresperformance 2008 von -13.25% bzw. für Pensionskassen mit einem Vermögen >CHF 1 Mia.: -14.92%).
Trotz dieses im Vergleich zu anderen Pensionskassen guten Ergebnisses ist festzustellen, dass die Verluste mangels vorhandener Schwankungsreserven nicht aufgefangen werden konnten. Somit liegt per 31.12.2008 eine erhebliche Unterdeckung vor. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben sind in einem solchen Fall Sanierungsmassnahmen anzugehen, um die Unterdeckung innert einer angemessenen Frist zu beheben. Es ist geplant, dass der Verwaltungsrat der PKBS im Frühjahr 2009 entsprechende Massnahmen beschliessen wird.
Abschliessend weisen wir darauf hin, dass die aktuelle Situation bzw. ein Deckungsgrad von unter 100% für die PKBS kein Liquiditätsproblem bedeutet. Die Liquidität ist nach wie vor gewährleistet und die laufenden Rentenleistungen der PKBS sind gesichert.
Auskunftsperson:
Dieter Stohler (Direktwahl 061 267 86 95; dieter.stohler@who-needs-spam.bs.ch)