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Unser Klima - Unsere Zukunft

Strategien für den Klimaschutz

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Klimawandel

Der PKBS ist es ein Anliegen, mit diversen Aktivitäten zum Erreichen der Pariser Klimaziele beizutragen und die negativen Folgen des Klimawandels zu stoppen.

Deutlich unter 2 Grad soll die globale Klimaerwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau begrenzt werden. Dieses Ziel haben sich die Vereinten Nationen am Pariser Klimagipfel 2015 gesetzt. Gemeinsam mit 194 anderen Staaten hat sich die Schweiz verpflichtet, Reduktionsziele festzuschreiben um ihre Treibhausgasemission so rasch wie möglich abzusenken. Das konkrete Ziel der Schweiz sieht eine Netto-Null-Emission bis 2050 vor. Als Konsequenz der Pariser Klimaziele müssen auch Finanzflüsse Klimaverträglich ausgestaltet sein.

Klimarisikostrategie

Neben den ökologischen Zielen, sieht sich die PKBS auch aufgrund finanzieller Aspekte in der Pflicht, sich mit den Klimarisiken auseinander zu setzen. Denn der Klimawandel kann den Wert von Kapitalanlagen negativ beeinflussen. Zu den Klimarisiken zählen etwa rechtliche und regulatorische Risiken, Haftungs- und Klagerisiken oder Reputationsrisiken. Extreme Wetterereignisse gefährden die Nahrungsmittelproduktion und können in der Folge zu Migrationsströmen führen. Der dadurch verursachte Wegfall von Produktionsstandorten, Wertschöpfungsketten oder sogar ganzen Volkswirtschaften kann die Vermögenswerte von Investoren gefährden. Der Klimawandel birgt aber auch Chancen, z.B. im Bereich erneuerbare Energien. Die PKBS hat sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf ihre Vermögenswerte auseinandergesetzt und eine Klimarisikostrategie verabschiedet, welche sowohl Risiken wie auch Chancen berücksichtigt. In diesem Sinne setzt die PKBS auf die drei Pfeiler Engagement, Ausschlüsse und Impact-Investments.

Klimarisikostrategie
Unsere drei Pfeiler der Klimarisikostrategie

Die PKBS erachtet Engagement-Aktivitäten als das beste Instrument, die Wirtschaft in Richtung Klimaneutralität zu transformieren. Bei Aktienanlagen wirkt die PKBS durch die Ausübung des Aktienstimmrechts und den Dialog mit den Unternehmensspitzen auf eine Verhaltensänderung hin, damit die Treibhausgasemissionen reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, bündelt die PKBS ihre Kräfte mit anderen Schweizer Pensionskassen im Rahmen des Ethos Engagement Pool Schweiz bzw. International. Damit nimmt die PKBS indirekt an kollektiven Initiativen zum Klimaschutz teil und arbeitet unter anderem mit Carbon Disclosure Project (CDP), ShareAction und der International Investors Group on Climate Change (IIGCC) zusammen.

Zusätzlich engagiert sich die PKBS direkt über internationale Initiativen. Aktuell konzentriert sich die PKBS auf folgende vier Klima-Initiativen:

Der Abbau von Kohle und die Erzeugung von Elektrizität aus Kohle sind massgeblich für Treibhausgasemissionen verantwortlich. Damit die PKBS einen Beitrag zum Erreichen der Pariser Klimaziele leisten kann, schliesst sie deshalb alle Unternehmen, welche mehr als 5% ihres Umsatzes mit Kohle erwirtschaften, aus ihrem Anlageuniversum aus. Die Chancen, Unternehmen im Kohlesektor allein mit Engagement-Aktivitäten (Dialog, Stimmrechtausübung) zu transformieren, werden zudem als gering eingeschätzt. 

Im Bereich der eigenen Liegenschaften verfügt die PKBS über die Möglichkeit, eine klimaorientierte Nachhaltigkeitsstrategie direkt und in Eigenregie umzusetzen. Neben der Förderung von erneuerbaren Energien (Photovoltaik) werden bei der Wärmeversorgung ein Verzicht auf fossile Brennstoffe und eine langfristige Senkung der CO2-Emissionen angestrebt. Seit 1990 konnten die CO2-Emissionen der direkt gehaltenen Liegenschaften der PKBS durch energetische Massnahmen an den Gebäuden, energieeffizientere Neubauten und den schrittweisen Umstieg auf erneuerbare Energieträger bereits um mehr als die Hälfte gesenkt werden.

Klimaverträglichkeit

Um ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele objektiv zu messen, nimmt die PKBS am freiwilligen PACTA-Klimaverträglichkeitstest teil. Dabei wird das Portfolio auf Basis des Paris Agreement Capital Transition Assessment (PACTA) hinsichtlich seiner Kompatibilität mit den Pariser Klimazielen überprüft. 2020 luden das Bundesamt für Umwelt BAFU zusammen mit dem Staatssekretariat für internationale Finanzen SIF alle Schweizer Pensionskassen, Versicherungen, Banken und Vermögensverwaltenden ein, freiwillig am PACTA 2020 Test teilzunehmen. Die Messungen basieren auf dem Pilotversuch von 2017, an welchem die PKBS ebenfalls teilgenommen hatte.  Der PACTA Klimaverträglichkeitstest soll nun regelmässig den Fortschritt messen, den der Schweizer Finanzplatz im Hinblick auf die Erfüllung der Pariser Klimaziele gemacht hat und ermöglicht den einzelnen Teilnehmern einen Vergleich ihres Portfolios mit der Peergruppe sowie mit Marktindizes. Zudem ist es ein erklärtes Ziel der Analyse, dass die Finanzmarktteilnehmer die Treibhausgasemissionen im Einklang mit wissenschaftliche fundierten CO2-Budgets reduzieren sollen. In der PACTA-Analyse werden über 90% der CO2-Emissionen erfasst, indem die hauptverantwortlichen Sektoren für den Ausstoss von Treibhausgasen wie Energie, Strom, Verkehr, Immobilien, Industrie und Landnutzung untersucht werden. Die Analyse hat gezeigt, dass unter 6% des Aktien- und Obligationenportfolios der PKBS  in diesen klimarelevanten Sektoren investiert sind.