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Nachhaltigkeit und Aktionärsrechte

Die PKBS berücksichtigt in ihren Vermögensanlagen den Nachhaltigkeits-Ansatz. Sie trägt damit ihren Anlagegrundsätzen Rechnung und bekennt sich zu ihrer ethischen, ökologischen und sozialpolitischen Verantwortung. Informationen können folgenden Kapiteln entnommen werden:

 

    1. Leitbild für eine nachhaltige Anlagepolitik
    2. Engagement
    3. Aktionärsrechte
    4. Klima-Initiativen
    5. Ausschluss

 

 

1. Leitbild für eine nachhaltige Anlagepolitik

Grundlage für das Handeln der PKBS bildet das Leitbild für eine nachhaltige Anlagepolitik:

Das Leitbild formuliert die Position der PKBS zur Bedeutung von "Environment, Social and Governance" (ESG; Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) und bildet die Grundlage für die ESG-Politik.

Die PKBS investiert das Anlagevermögen ihrer Versicherten professionell und verantwortungsvoll. Zu dieser Verantwortung gehören die Achtung des Menschen sowie seines sozialen Umfelds und die Erhaltung der natürlichen Umwelt. Die PKBS integriert deshalb bei ihrer Anlagetätigkeit neben ökonomischen auch nachhaltige Grundsätze und will damit zu einer nachhaltigen Wirtschaft beitragen.

Die PKBS unterstützt ein stabiles und prosperierendes sozioökonomisches Umfeld, das der Gesellschaft als Ganzes dient und die Interessen der Versicherten und der zukünftigen Generationen wahrt.

Die PKBS hat dazu folgende acht Prinzipien für eine nachhaltige Anlagepolitik verabschiedet:

 

Prinzip 1

Bei der Anlagetätigkeit werden die Grundsätze der Nachhaltigkeit berücksichtigt.

Prinzip 2

Die Nachhaltigkeitsgrundsätze werden umfassend angewendet.

Prinzip 3

Die Anlagen werden periodisch überprüft.

Prinzip 4

Der Dialog mit den Unternehmen steht im Vordergrund.

Prinzip 5

Die Aktionärsstimmrechte werden ausgeübt.

Prinzip 6

Das Klimarisiko wird in die Anlagepolitik integriert.

Prinzip 7

Die Nachhaltigkeitsziele werden bei den Immobilienanlagen umgesetzt.

Prinzip 8

Unternehmen können aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen werden.



2. Engagement

Für die PKBS steht der Dialog mit den Unternehmen im Vordergrund. Die PKBS führt gemeinsam mit weiteren Investoren und mit gleichgesinnten Schweizer Pensionskassen mit jenen Unternehmen, in denen sie investiert ist, einen Dialog über die ESG-Bereiche. Sie wirkt darauf hin, dass Best-Practice-Standards eingehalten werden.

Zum Zwecke des Dialogs mit den börsenkotieren Schweizer Unternehmen ist die PKBS Mitglied des Ethos Engagement Pool Schweiz. Dieser sucht aktiv im Namen der Mitglieder den dauerhaften Dialog mit dem Management der 150 grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen.

Zum Zwecke des Dialogs mit den im Ausland börsenkotieren Unternehmen ist die PKBS Mitglied des Ethos Engagement Pool International. Dieser sucht aktiv im Namen der Mitglieder einen Dialog mit börsenkotierten Unternehmen im Ausland. Der Dialog findet entweder direkt mit den Unternehmen oder mittels der Teilnahme an internationalen Investoren-Initiativen statt.


3. Aktionärsrechte

Die PKBS übt ihre Stimmrechte systematisch im Sinne ihrer treuhänderischen Funktion im Interesse der Versicherten aus.

Die Entscheidungsgrundsätze für die Ausübung des Stimm- und Wahlrechts richten sich nach Prinzipien für nachhaltige Entwicklung und nach Best-Practice-Regeln im Bereich der Corporate Governance. Zu diesem Zweck stützt sich die PKBS auf die Richtlinien, Analysen und Stimmrechtsempfehlungen von Ethos als ihren Proxy Advisor ab.

Für die PKBS ist die Einhaltung der Best-Practice-Regeln der Corporate Governance ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensstrategie und adäquater Kontrollmechanismen. Die Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte sowie die Grundsätze zur Corporate Governance von Ethos basieren auf den wichtigsten nationalen und internationalen Best-Practice-Kodizes für Corporate Governance.

In der Schweiz nimmt die PKBS ihre Aktionärsrechte bei rund 200 kotierten Schweizer Aktien seit 2006 aktiv wahr. Zu diesem Zweck ist die PKBS seit 2006 eines der ersten aktiven Mitgliedern beim Ethos Engagement Pool Schweiz. 


Im Ausland erfolgt die Ausübung auch bei den 300 grössten kotierten ausländischen Unternehmen seit dem 1. Januar 2019 erfolgt. Zu diesem Zweck hat sich die PKBS dem Ethos Engagement Pool International angeschlossen.

Mit Wahrnehmung der Aktionärsrechte trägt sie dazu bei, dass die ESG-Risiken sinken.


4. Klima-Initiativen

Die PKBS unterstützt Anstrengungen, die dazu führen, dass Unternehmen ihren CO2-Fussabdruck erheblich verkleinern können. Sie hat sich zu diesem Zweck an folgenden Kollektivinitiativen beteiligt, die darauf hinarbeiten, Klimarisiken zu reduzieren. 

Climate Action 100+
Climate Action 100+ ist eine Engagement-Initiative, die bei den 100 grössten Treibhausgas-Emittenten darauf wirkt, diese zu reduzieren. Die Initiative zielt darauf ab, das Pariser Klimaabkommen aus Sicht der Finanzströme auf Basis des Dialogs anstelle des Divestements zu verwirklichen. Sie will, dass die Unternehmungen eine Klimastrategie entwickeln und umsetzen, die dazu beiträgt, die Klimaziele zu erreichen.

Investor Decarbonization Initiatives 

Die gemeinnützige britische Organisation ShareAction lanciert u.a. Klima-Engagement-Initiativen mit dem Ziel, dass Unternehmungen 100 % erneuerbare Energie verwenden, ihre Energieeffizienz steigern und auf elektrische Mobilität umsteigen. Die Initiative zur Entkarbonisierung bringt institutionelle Investoren zusammen, um Unternehmen zu ermutigen, ehrgeizige Klimaziele im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens festzulegen. Die Initiative liefert ein koordiniertes Engagement der Unternehmen und fördert proaktive Emissionsreduzierungen in dem Masse, wie es zur Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels erforderlich ist.

Montréal Carbon Pledge 
Die Initiative wurde im September 2014 lanciert, um die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Finanzinstituten im Klimabereich zu verbessern. Die Signatur soll der Auseinandersetzung mit Klimarisiken Nachdruck verleihen. Die Unterzeichnung verpflichtet zur jährlichen Messung und Veröffentlichung des CO2-Fussabdrucks. Der CO2-Ausstoss der Unternehmen, in welche die PKBS investiert, wird periodisch analysiert und rapportiert.



5. Ausschluss

Schliesslich kann die PKBS auch Unternehmen aus dem Anlageuniversum ausschliessen, wenn sie grundlegende Prinzipien der Nachhaltigkeit verletzen und das langfristige Risikoprofil der PKBS belasten. Folgende Ausschlüsse sind zurzeit wirksam: 

Rüstungssektor
Bei den Unternehmen aus dem Rüstungssektor handelt es sich um Firmen, deren Tätigkeit mit den PKBS Grundsätzen für nachhaltiges Anlegen nicht vereinbar sind. Dies betrifft beispielsweise die Entwicklung, Herstellung, Lagerung und Vertrieb von Streumunition, Anti-Personenminen oder Nuklearwaffen. Darüber hinaus sind ebenfalls Unternehmen ausgeschlossen, welche einen substanziellen Umsatzanteil von 30% oder mehr an konventioneller Rüstung aufweisen.

Kohlensektor
Bei den Unternehmen aus dem Kohlesektor handelt es sich um Firmen, deren Tätigkeit mit den PKBS Grundsätzen für nachhaltiges Anlagen nicht vereinbar sind. Die betrifft Unternehmen, deren Umsatz in der Branche Kohle mehr als 5 % betragen. 


Die Ausschlüsse werden jährlich geprüft.


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