Pensionskasse Basel-Stadt -

Pensionskasse Basel-Stadt - Vorsorge verpflichtet

Leistungen im Todesfall

Ehegattenrente

Anspruchsvoraussetzungen

Verstirbt eine versicherte Person, so hat der hinterbliebene Ehegatte Anspruch auf eine Ehegattenrente, wenn er im Zeitpunkt des Todes:

  • für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufkommen muss, die Anspruch auf eine Waisenrente der PKBS haben, oder
  • das 45. Altersjahr zurückgelegt und die Ehe mindestens 5 Jahre gedauert hat.

 

Höhe

Sind die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt, so besteht Anspruch auf eine Ehegattenrente von

  • 2/3 der versicherten Invalidenrente bzw. der laufenden Invaliden- oder Altersrente;
  • 100% der Altersrente, sofern bei Pensionierung die Option "Altersrente = Ehegattenrente" gewählt wurde.

 

Sind diese Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllt, besteht Anspruch auf eine Abfindung in der Höhe von drei Jahres-Ehegattenrenten.

  

Besonderes

Bei Heirat nach dem ordentlichen Rücktrittsalter beschränkt sich die Höhe der Ehegattenrente auf die obligatorischen Leistungen gemäss BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge). Keine solche Beschränkung erfolgt, wenn der Anspruch auf eine Lebenspartnerrente im Zeitpunkt der Heirat bereits erfüllt gewesen wäre.

 

Kürzung infolge grossem Altersunterschied

Ist der überlebende Ehegatte mehr als 10 Jahre jünger als der Verstorbene, so wird die Ehegattenrente um 5% für jedes die Differenz von 10 Jahren übersteigende Jahr, maximal um 50% gekürzt.

 

Hat die Ehe länger als 10 Jahre gedauert, reduziert sich die Kürzung.

 


Lebenspartnerrente

Anspruchsvoraussetzungen

Überlebende Lebenspartner haben Anspruch auf eine Lebenspartnerrente, sofern: 

  1. die Lebenspartner nachweislich vor dem Tod der versicherten Person in einer festen und ausschliesslichen Zweierbeziehung am gemeinsamen Wohnsitz sowie im gemeinsamen Haushalt gelebt haben, und

  2. die versicherte und die begünstigte Person im Zeitpunkt des Todes jeweils unverheiratet bzw. nicht in eingetragener Partnerschaft und im Sinne von Art. 95 ZGB nicht verwandt sind, und

  3. der bezeichnete Lebenspartner im Zeitpunkt des Todes das 45. Lebensjahr zurückgelegt hat und die Lebenspartnerschaft gemäss lit. a mindestens während der letzten 5 Jahre ununterbrochen gedauert hat oder der bezeichnete Lebenspartner für mindestens ein gemeinsames Kind mit Anspruch auf Waisenrente der PKBS aufkommen muss, und

  4. die versicherte Person der Pensionskasse bereits zu Lebzeiten den anspruchsberechtigten Lebenspartner schriftlich mittels eines von der Pensionskasse zur Verfügung gestellten Formulars Anmeldung Lebenspartnerschaft mitgeteilt hat. Ist diese Meldung unterblieben, besteht keine Leistungspflicht der Pensionskasse.

 

Im Todesfall eines Alters- oder Invalidenrentners besteht nur dann Anspruch auf eine Lebenspartnerrente, wenn die Voraussetzungen a, b und d bereits mit vollendetem 65. Altersjahr erfüllt waren.

 

Höhe

Sind die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt, so besteht Anspruch auf eine Lebenspartnerrente von

  • 2/3 der versicherten Invalidenrente bzw. der laufenden Invaliden- oder Altersrente;
  • 100% der Altersrente, sofern bei Pensionierung die Option "Altersrente = Ehegattenrente" gewählt wurde.

 

Sind diese Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllt, besteht kein Anspruch auf eine Abfindung.

  

Besonderes

Denken Sie rechtzeitig an die Anmeldung der Lebenspartnerschaft. Nähere Auskünfte entnehmen Sie zudem unserem Merkblatt zur Lebenspartnerrente.

 

Kürzung infolge grossem Altersunterschied

Ist der überlebende Lebenspartner mehr als 10 Jahre jünger als der Verstorbene, so wird die Lebenspartnerrente um 5% für jedes die Differenz von 10 Jahren übersteigende Jahr, maximal um 50% gekürzt.

 

Hat die Lebenspartnerschaft länger als 10 Jahre gedauert, reduziert sich die Kürzung. 

 

Waisenrente

Anspruchsvoraussetzungen

Anspruch auf eine Waisenrente haben Kinder einer verstorbenen versicherten Person oder eines verstorbenen Rentenbezügers bis zur Vollendung des 18. Altersjahres.

 

Waisenrenten werden auch nach Vollendung des 18. Altersjahres ausbezahlt, wenn: 

  1. Waisen noch in Ausbildung stehen, längstens jedoch bis zur Vollendung des 25. Altersjahres, oder

  2. Waisen bei Vollendung des 18. Altersjahres zu mind. 70% invalid sind, bis sie die Erwerbsfähigkeit wiedererlangen, längstens jedoch bis zur Vollendung des 25. Altersjahres.

 

Höhe

Sind die Voraussetzungen erfüllt, so besteht Anspruch auf eine Waisenrente im Umfang von

  • 20% der versicherten Invalidenrente oder der laufenden Invaliden- bzw. Altersrente.

 

Besonderes

Pflegekinder haben nur dann Anspruch, wenn die verstorbene versicherte Person oder der verstorbene Rentenbezüger für den Unterhalt aufzukommen hatte.

  


Todesfallkapital

Unter bestimmten Umständen und wenn alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, besteht für die Hinterbliebenen eines aktiv Versicherten bzw. eines Rentenbeziehenden Anspruch auf ein Todesfallkapital.

 

Begünstigungsordnung

Anspruch auf ein Todesfallkapital haben nach folgender reglementarischer Begünstigungsordnung:

 

  1. der Ehegatte und die Kinder bzw. Pflegekinder der verstorbenen versicherten Person, für die Anspruch auf eine Waisenrente der PKBS besteht; bei deren Fehlen
  2. die Person, die mit der verstorbenen versicherten Person in den letzten 5 Jahren bis zu deren Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft am gemeinsamen Wohnsitz sowie im gemeinsamen Haushalt geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss, oder natürliche Personen, die von der versicherten Person zum Zeitpunkt ihres Todes während mindestens der letzten 24 Monate massgeblich unterstützt wurden; bei deren Fehlen
  3. die übrigen Kinder, die Eltern und die Geschwister, wobei letztere nur dann Anspruch haben, wenn eine aktiv versicherte Person verstirbt.

 

Die Anspruchsvoraussetzung gemäss b ist nur dann gegeben, wenn die Anmeldung der begünstigten Person zu Lebzeiten schriftlich bei der PKBS vorgenommen wurde. Verwenden Sie hierzu das Formular Anmeldung.

 

Höhe

Das Todesfallkapital entspricht beim Tod einer aktiv versicherten Person dem Sparkapital, inkl. Sparkonto vorzeitige Pensionierung abzüglich dem Barwert aller durch den Tod ausgelösten Renten und Abfindungen.

 

Für Hinterlassene einer rentenbeziehenden Person beträgt das Todesfallkapital dem 5-fachen Betrag der Jahresrente, ohne Kinderrente, abzüglich dem Barwert aller durch den Tod ausgelösten Renten und Abfindungen sowie bereits geleisteten Zahlungen.

 

Änderung der Begünstigungsordnung

Mittels schriftlicher Erklärung kann die reglementarische Begünstigungsordnung zu Lebzeiten abgeändert werden:

  • Festlegung, welche Personen innerhalb einer anspruchsberechtigten Gruppe mit welchen Teilbeträgen Anspruch auf das Todesfallkapital haben sollen.
  • Zusammenfassung der Gruppen 1 und 2.
  • Zusammenfassung der Gruppen 1 und 3, sofern keine Personen der Gruppe 2 vorhanden sind.

 

Hierzu verwenden Sie bitte das Formular Änderung der Begünstigungsordnung.

 


Rente an geschiedenen Ehegatten

Anspruchsvoraussetzungen

Der geschiedene Ehegatte hat Anspruch auf eine Ehegattenrente in der Höhe der obligatorischen Leistungen gem. BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge), sofern:

 

  1. ihm im Scheidungsurteil eine Rente oder eine Kapitalabfindung für eine lebenslange Rente zugesprochen wurde und

  2. die Ehe mindestens 10 Jahre gedauert hat und

  3. er entweder für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufkommen muss oder das 45. Altersjahr zurückgelegt hat.

     

Sind nur die beiden ersten Voraussetzungen erfüllt, hat der geschiedene Ehegatte Anspruch auf eine Abfindung in der Höhe von 3 obligatorischen Jahresrenten gemäss BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge).

 

Höhe

Die Geschiedenenrente entspricht der Minimalrente gemäss BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge).

 

Sie wird um jenen Betrag gekürzt, um den sie zusammen mit den Leistungen der übrigen Sozialversicherungen den Anspruch aus dem Scheidungsurteil übersteigt.

 

Besonderes

Für Ehegatten, die vor dem 01.01.2008 geschieden wurden, entspricht die Rente an geschiedene Ehegatten in ihrer Höhe im Maximum der Ehegattenrente (keine Beschränkung auf die Minmalrente nach BVG).

 


Auskunfts- und Informationspflicht

Bitte melden Sie uns den Todesfall einer aktiv versicherten oder rentenbeziehenden Person so rasch als möglich. Für die Anmeldung von Ansprüchen verwenden Sie bitte das Formular Anmeldung zum Bezug von Hinterlassenen-Leistungen.

 

Die versicherte Person und deren Hinterlassene bzw. alle Anspruchsberechtigten haben der Pensionskasse wahrheitsgetreu und unverzüglich über ihre für die Versicherung und die Bemessung der Leistungen massgebenden Verhältnisse sowie über allfällige Änderungen Auskunft zu geben und auf eigene Kosten die einverlangten Unterlagen und Nachweise einzureichen.

 


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